Musikfahrt 2017 - Fast wie immer!

2017-01-23 16.48.21Es wimmelt. 78 ADO-Schüler* von der 5. bis zu 12. Klasse und mindestens doppelt so viele Koffer warten auf zwei große Transportbusse. Nach Groß Väter wird es diesmal gehen, dem seltsam benannten Ort, nahe Templin. Das ist neu! Die Feuerwehr-Ausfahrt neben der Schule scheint kurzzeitig recht unübersichtlich: In langen Reihen werden viele, sehr viele Instrumentenkoffer aus der Aula getragen und auf dem Bürgersteig gestapelt. (Fast) alle helfen mit. Auch die ADO-Tontechnik-AG ist diesmal dabei und schafft ihr schweres Equipment zum Verladen auf den Vorplatz. Dann kommen die Busse – sogar mit Anhänger! Genügend Stauraum also für die zig Instrumentenkoffer und Gepäcktaschen, Notenständer, Partiturkisten, Keyboards, Cajons, Ton- und Lichtpulte, Scheinwerfer,Kabel und Boxen. Das ist wie immer, aber doch etwas anders:
Eine andere Herberge wartet in diesem Jahr auf uns; wir fahren diesmal per Reisebus (und nicht wie sonst mit Verkehrsmitteln des Groß-Berliner Raums) auf längerer Strecke gen Norden, zu uns noch unbekannten Probesälen und ungewohnt verstreut liegenden Schlafhäusern. Wir kommen am weitläufigen Größ Väter-lichen, sehr schönen Gelände an. Der Schülerwunsch-Zimmerbelegungsplan geht recht gut auf und alle richten sich in ihren Zimmern und in den Proberäumen ein. Spätestens nach dem ersten gemeinsamen Mittagessen wissen wir: Das wird (wieder) eine schöne, auch spannende Zeit!
Erste Ensembleproben am Nachmittag. In den Häusern Linde und Hainbuche proben die beiden Chöre, im Großen Saal die Bläser, der Jägersaal gehört den Streichern, der Kleine Saal der Tontechnik.
So bleibt’s auch die Woche über, schon um die Instrumente nicht durch die Kälte tragen zu müssen. Nur die Probezeiten ändern sich jeden Tag. Allerorten wird intensiv geübt, geprobt, Musik gemacht und erfahren. Es hallt, bummert, wird gestrichen und manche* werden heiser. Aber: „Es“ klingt.
Die einzelnen Ensembles werden, wie immer, anders neu kombiniert: Jüngste Sänger* proben diesmal ab dem dritten Tag zusammen mit Großchorist*, ältere Streicher* leiten sofort jüngere bei Registerproben an, fortgeschrittene Bigband-ler* nehmen die jüngeren Bläser* in ersten gemeinsamen Proben unter ihre Fittiche. So soll’s sein! Die neue Klangfülle ist bisweilen umwerfend.
Dass eisige Schneebälle, in fremde Schuhe oder gar Betten gelegt, zu Unbill führen, soll hier nicht unerwähnt bleiben, denn das ist neu und vor allem: mehr als überflüssig! Glücklicherweise gibt es längst genügend erfahrene Schüler*, die noch Unbedarften zeigen, wie Tische sauber zu wischen sind, ohne Essensreste mit triefenden Lappen einfach auf den Boden zu fegen. Nu ja! So eine Musikfahrt hat recht viele ‚Neben-Effekte‘.
Am „Letzten Abend“ spielen alle mit und führen vor Mitfiebernden auf, was sie in Probe-Pausenzeiten untereinander ausgeheckt und miteinander musikalisch probiert haben. Diesmal haben auch die Tontechniker ihren eigenen Anteil daran. Von zarten Duodarbietungen und eigens erfundenen Musik-Sketchen über klavier- oder gitarrenbegleitete, gar mehrstimmig gesungene Arrangements, Instrumentalduos oder auch recht seltsame Not-Quintette bis hin zu einer Ton-Licht-Show und ausgefeilten Musical-Ausschnitten mit fetter Bandbegleitung ist Schönes wie auch Erstaunliches zur Aufführung gekommen. Wie immer!, nur eben immer anders schön.
Der „Letzte Abend“ ist ein stets mit großer Spannung erwartetes Musik-Fest, das sich auch in diesem Jahr einige Ehemalige (ADO-Schüler* wie Lehrer) nicht entgehen lassen mochten und extra dafür anreisten. Eine schöne Tradition!
Manch‘ Oberstufenschüler* schaut sich nochmal wehmütig um, weil diese Musikfahrt -nach oft vielen- für sie die letzte unter ADO-Flagge sein dürfte. Auch für Fahrtenleiterin Frau Demeyere ist diese Musikfahrt die vorerst letzte. Für sie beginnt im Februar in ein Sabbatjahr. Aufkommende Wehmut wird –so oder anders- bei der traditionellen Abschlussparty im Beat der Tontechniker ausgiebig weggetanzt.
Tags drauf muss nach dem Frühstück und großem Reinemachen (leicht übermüdet) zur Abreise geblasen werden. Aber anders als vor fünf Tagen noch packen jetzt alle mit an, um das gesamte Gepäck in die pünktlich vorfahrenden Busse zu laden, bevor es von Groß Väter wieder zurück nach Neukölln geht, wo Halbjahreszeugnisse, aber auch eine Woche Winterferien auf uns warten.
Es war wie immer! Eine Reise, schön spannend und voller Musik samt neuer Erkenntnisse, nicht nur musikalischer Art. Groß Väter war ein sehr schönes Intermezzo zwischen vielen (17?) gewesenen und sicherlich noch vielen kommenden Musikfahrten in Alt-Buchhorst.
Nächstes Jahr geht’s wieder dorthin: Musikfahrt 2018! Wieder alles neu und doch sehr vertraut.
Wie immer. Fast.

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