„Nicht mit uns!“ Schüler*innen im Gespräch mit Walter Frankenstein über das (Über-) Leben in Berlin zwischen 1933 und 1945

bild1Als der Cousin von Walter Frankenstein am 19.10.1941 sich von ihm und seiner Frau Leonie für den vermeintlichen Arbeitseinsatz im Osten verabschiedete, fassten Walter und seine Frau den Beschluss, dass Hitler sie beide nicht ihrer Würde und ihrer Freiheit berauben sollte: „Nicht mit uns!“. Dieser Entschluss als Deutscher jüdischen Glaubens der Verfolgung und Ausgrenzung die Stirn zu bieten war im ersten Moment eine Befreiung für die beiden jungen Menschen, gleichzeitig begann für dieselben ab diesem Tag ein Leben in der Illegalität, das sie nur durch ungeheuren Mut, aber auch durch die Hilfe und Unterstützung nicht-jüdischer Deutscher bewahren konnten. Diese bewegende Geschichte teilte Walter Frankenstein, der zwischen Mai und November 1945 auch in der Emser Str. 6, gegenüber unserer Schule gewohnt hat, mit Schüler*innen der 9ten und 10ten Klassen, sowie interessierten Kolleg*innen und Eltern. Es entstand ein lehrreicher und lebhafter Austausch zwischen den Schüler*innen und unserem Gast.


An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an unseren Kooperationspartner, das Jüdische Museum Berlin, das diesen unvergesslichen Nachmittag überhaupt erst möglich gemacht hat.

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